Helga Numberger

„Wer den Hafen nicht kennt, in den er segeln möchte, für den ist kein Wind der Richtige“

Dieser Spruch von Seneca begleitet mich seit einigen Jahren durchs Leben und ich finde, er passt in so vieler Hinsicht zu mir und meinem Leben, dass er quasi wie für mich gemacht scheint.

Auf meine nunmehr 26 Jahre Berufsleben zurückblickend würde ich sagen, dass jeder Kapitän für eine solch nervenaufreibende und energiezehrende Irrfahrt gefeuert worden wäre. Ich aber wurde dadurch zur Spezialistin für Mosaik-Lebensläufe…

Jede Klippe, jede Untiefe, alle durchlebten Flauten und Stürme haben mir gezeigt, dass man nur dann zufrieden im Beruf sein kann, wenn man Klarheit über sich selbst, seine Stärken, inneren Antreiber und Motive hat. Kurzum: Wenn man den Hafen kennt, in den man beruflich segeln will.

Mit meinem Angebot wende ich mich an Menschen, die z.B.

  • sich sprichwörtlich wie ein Pinguin in der Wüste fühlen und sich beruflich neu orientieren möchten
  • einen neuen Job antreten und in der Eingewöhnungsphase externe Unterstützung wünschen
  • sich vielleicht selbständig machen möchten und nicht sicher sind, ob sie der Typ dafür sind
  • herausfinden möchten, welche Stärken sie mehr in den Vordergrund stellen könnten und was ihre inneren Antreiber sind
  • für sich klären möchten, ob sie eine Führungsposition einnehmen möchten

… und an kleine und mittelständische Unternehmen bzw. Vereine und Verbände, die im Laufe der Jahre gewachsen sind und nun ihre Strukturen und Abläufe an die Gegebenheiten anpassen möchten.

Jetzt wollen Sie sicherlich wissen, wie „schlimm“ meine Irrfahrt durchs Berufsleben denn wohl so war, stimmt’s?! Hier kommt meine Geschichte…

Heimathafen Hamburg, das Meer und die große weite Welt

Wäre ich ein Schiff, würde an meinem Heck unter dem Namen in großen, fetten Buchstaben HAMBURG stehen. Ich wurde 1971 in Hamburg geboren und bin auch hier bis zu meinem 6. Lebensjahr aufgewachsen. Durch den Beruf meines Vaters mussten wir häufiger umziehen und irgendwie hat sich das im Erwachsenenalter erst einmal fortgesetzt. 2007 bin ich wieder nach Hamburg zurückgekehrt und weiß inzwischen sehr gut, was ich an dieser Stadt habe. Ich beschreibe mich gern als „nordisch by nature“, denn ich habe schon häufiger zu hören bekommen, dass ich meine Herkunft nicht verleugnen kann. Aber ich möchte auch nicht die Erfahrung missen, die ich in den anderen Städten und Orten gemacht habe. Bis zum Abitur im Jahre 1990 besuchte ich z.B. insgesamt sechs allgemeinbildende Schulen in vier verschiedenen Bundesländern. Ich kann also bei Bildungspolitik mitreden… Und ich musste mich immer wieder auf neue Menschen, Gebräuche und Umgebungen einstellen. Das kommt mir heute in vielen Situationen zugute.

Wenn ich so darüber nachdenke, habe ich schon immer alles geliebt, was irgendwie mit Wasser, Hafen und Schiffen zu tun hat. Das liegt ein bisschen in der Familie – von meinem Vater habe ich die Liebe zu alten Segel(schul)schiffen und Traditionsseglern geerbt. Ich kann aber großen Containerschiffen oder anderen Schiffstypen auch etwas abgewinnen. Urlaube an der Nordsee fand ich als Kind schon toll. Ich schaue gern aufs Meer hinaus und träume von fernen Ländern. Auch heute noch muss das ideale Urlaubsziel wilde Schönheit, schroffe Felsen, mehr oder weniger tosende Brandung und malerische Buchten bieten.

Auf Irrfahrt über den großen Ozean des Berufslebens

Wasser spielte auch anfangs in meinem Berufsleben eine große Rolle. Da ich mich schon immer für sehr viele verschiedene Themen interessiert habe, fiel mir die Berufswahl zunächst sehr schwer. Ich entschied mich schlussendlich – eigentlich kaum verwunderlich – für eine Ausbildung zur Schifffahrtskauffrau. Die Ausbildungszeit war sehr abwechslungsreich, denn mein Ausbildungsbetrieb ermöglichte mir sehr viel außerhalb des üblichen Curriculums. Ich dachte damals wirklich, dieser Beruf sei mein Traumberuf. Aber erstens kommt es anders, zweitens als man denkt. Nach der Ausbildung arbeitete ich noch etwas mehr als zwei Jahre in dieser Branche. Dann merkte ich aber, dass mir eine kaufmännische Tätigkeit für den Rest meines Berufslebens doch nicht zusagte.

Also begann ich 1996 ein Studium zur Diplom-Handelslehrerin an der Universität Hamburg. Ich wollte meine beruflichen Erfahrungen an die nächsten Generationen an meiner alten Berufsschule weitergeben. Aber auch den Kurs behielt ich nicht bei und machte letztendlich 2004 mein Diplom in Sozialpädagogik an der Universität Lüneburg. Der Grund für diese Kursänderung war, dass ich mich bereits seit frühester Jugend für Menschen interessiere und mir damals schon die Frage gestellt habe, warum wir so ticken, wie wir ticken. Mich beschäftigte zunehmend die Frage, warum die einen trotz großer Hindernisse augenscheinlich gut mit dem Leben klar kommen und andere überhaupt nicht, obwohl sie vielleicht vermeintlich die besten Voraussetzungen hatten. Das Studium in Lüneburg bot mir sehr viele Antworten auf meine Fragen, so dass ich den Studienwechsel heute immer noch als eine meiner besten Entscheidungen bezeichnen würde.

Nach meinem Studium arbeitete ich zunächst etwa zweieinhalb Jahre als Bildungsreferentin für einen Gesundheitsverband (der u.a. auch mit Wasser zu tun hatte – da war es wieder), später kurze Zeit als Bewerbungstrainerin bei einem Bildungsträger und dann von Anfang 2007 bis Februar 2013 als Arbeitsvermittlerin in einem Jobcenter in Hamburg. Diese Tätigkeit hat mich im Laufe der Jahre an meine psychischen und physischen Grenzen gebracht. In der Audio-Datei erzähle ich Ihnen die Gründe und was mich wieder auf den richtigen Kurs gebracht hat.

Seit März 2013 bin ich nun wieder in meinem Element. Ich bin als rechtliche Betreuerin tätig und unterstütze Menschen dabei, ihre alltäglichen Angelegenheiten wie z.B. den Umgang mit Behörden zu regeln. Parallel habe ich mich als Karriere- und Bewerbungscoach selbständig gemacht. Ich möchte den Bogen von meinem ersten Ausbildungsberuf zu meinen jetzigen Tätigkeiten so schlagen: Damals habe ich die Hafenlotsen beauftragt, unsere Schiffe sicher an ihren Liegeplatz zu geleiten, heute lotse ich Menschen zum einen als Betreuerin durch die Tücken des Alltags und begleite sie zum anderen als Coach auf ihrem Weg zu einem neuen Ziel in ihrem Leben.

Wenn Sie sich von meiner Geschichte angesprochen fühlen und mich gern persönlich kennen lernen möchten, dann schreiben Sie mir doch gern eine E-Mail oder nutzen das Kontaktformular.

Alle Informationen zu meiner Person und meiner Arbeit finden Sie auf der Seite Coach-Profil. Dort können Sie sich auch eine pdf-Datei herunterladen.

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